Tapping

Psychomotorischer Test zur Erfassung der Geschwindigkeit und Genauigkeit einfacher Hand- oder Beinbewegungen.
Der Test ermöglicht die Überprüfung der Fähigkeit des Zentralnervensystems zur Bildung von Bewegungsrhythmen. Er spiegelt die komplexe Wechselbeziehung zwischen Erregungs- und Hemmungsmechanismen in der Programmierung der Willkürmotorik wider. Mit Hilfe einer Taste (einfaches T.) oder eines Stiftes mit Kontaktfläche (einfaches und komplexes T.) werden die Anschläge bzw. Berührungen registriert. Beim komplexen T. sind auf der Kontaktfläche Figuren unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades aufgebracht, die mit dem Stift nachzufahren sind. Der Test eignet sich für psychomotorische Grunduntersuchungen und läßt sich mit anderen Verfahren kombinieren (Folgeregelverhalten). Testparameter ergeben sich aus dem Vergleich zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit, dem Leistungsverlauf innerhalb einer vorgegebenen Zeit, der individuellen Differenz zwischen optimalem (persönlich angenehmem) und maximalem Tempo u. ä. Der Test gestattet Aussagen zum Ausprägungsgrad elementarer zyklischer Schnelligkeitsvoraussetzungen. Zustandsänderungen bzw. Belastungswirkungen spiegeln sich in den Testergebnissen in gewisser Weise wider. Sie lassen sich jedoch  kaum fassen, da die Motivation – insbesondere bei maximalem T. – eine große Rolle spielt und nur schwer kontrollierbar ist. [40]

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