Bewegungskonstanz

Bewegungsmerkmal, mit dem die Übereinstimmung mehrerer, von einer Person ausgeführter Bewegungen beschrieben wird.

Bewegungskonstanz bezieht sich dabei auf Wiederholungen gleichartiger azyklischer bzw. zyklischer Bewegungsabläufe oder auf mehrere Einzelzyklen zyklischer Bewegungen. Die Bewegungskonstanz wird durch das Maß der Abweichungen räumlicher, zeitlicher oder dynamischer Charakteristika dieser Bewegungen bestimmt. Sie ist um so ausgeprägter, je geringer diese Abweichungen sind. Eine hohe Bewegungskonstanz wird z. B. in Mannschaftsdisziplinen wie im Rudern oder im Synchronschwimmen gefordert. Der Gebrauch des Merkmals Bewegungskonstanz für die Zielbestimmung motorischer Lernprozesse erscheint problematisch. Es muß davon ausgegangen werden, daß Konstanz im Sinne vollkommener Übereinstimmung nicht erreichbar ist, beherrschte Bewegungen sich durch variable Verfügbarkeit, d. h. durch Veränderlichkeit ihrer Charakteristika auszeichnen und Lernprozesse letztendlich immer auf Veränderung ausgerichtet sind. Bewegungskonstanz sollte deshalb als Stabilität wesensbestimmender Bewegungsparameter verstanden werden, die es gestattet, durch situationsadäquate Variation anderer Parameter angestrebte Ergebnisse beständig zu erreichen. [62; 66]

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