Erkenntnistätigkeit

Gesamtheit der kognitiven Prozesse der sinnlich-rationalen Widerspiegelung der objektiven Realität durch Analyse und Synthese.

Der Mensch ist als denkendes (erkennendes) Wesen in der Lage, in der Erkenntnistätigkeit ideelle Abbilder der Objekte sowohl in anschaulich-sinnlicher Form (als Empfindungen, Wahrnehmungen und Vorstellungen) wie auch in abstrakt-logischer Form (z.B. als Begriffe, Urteile und Schlußfolgerungen) mit Hilfe seiner analytisch-synthetischen Nerventätigkeit zu schaffen.

Bei der Erkenntnistätigkeit im Sport spielen im Zusammenhang mit der Handlungsorientierung und der Handlungsregulation eine Reihe psychischer Prozesse eine bedeutende Rolle – z.B. beim Bewußtwerden der Handlungsantriebe, der Ziele und ihrer möglichen Realisierung durch unterschiedliches Agieren  sowie der individuellen Verarbeitung der in einer Sportart geltenden Regeln und Werte und ihrer Beachtung im Sinne des Fair play. Der Sprache (der sprachlich-begrifflichen Erkenntnis) und der  Anschauung (sowohl der unmittelbaren als auch der mittelbaren) sowie dem praktisch-gegenständlichen Handeln (dem Üben und Trainieren) kommen in der Erkenntnistätigkeit eine besondere Bedeutung zu. Die in der Erkenntnistätigkeit ablaufenden psychischen Prozsse ermöglichen dem Sportler eine denkende Einsicht in die vielfältigen gesetzmäßigen Zusammenhänge und die Rolle der sportlichen Tätigkeit im Leben unter konkreten gesellschaftlichen Bedingungen und ihrer Bedeutung für die Veränderung seiner selbst. [37]

 

 

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