Kraftausdauertraining spezielles

Form des Kraftausdauertrainings mit wettkampfspezifischen Bewegungsformen und erhöhten Widerständen.

Das Ziel des speziellen Krafttrainings besteht in der unmittelbaren Verbesserung disziplinspezifischer Kraftausdauerfähigkeiten in Einheit mit der Vervollkommnung und Stabilisierung der sportlichen Technik der Wettkampfbewegung und der psychischen Mobilisationsfähigkeit. Die Trainingsmittel sind sportartspezifisch. Im Geräteturnen ist das Turnen von Kraftkombinationen, d. h. einer Verbindung von unterschiedlichen Kraftelementen in einer Serie, ein verbreitetes Verfahren. In den Ausdauersportarten verwendet man Mittel zur Widerstandserhöhung wie Hydrobremsen (im Kanurennsport und Rudern), Zugwiderstände (im Laufen), vergrößerte Antriebsflächen (Schwimmflossen), oder man nutzt natürliche erschwerte Bedingungen wie Geländeanstiege, Gegenwind, lockeren Boden usw. beim Laufen und Radfahren. Bei subjektiv höchstmöglichem Krafteinsatz wird die Muskelzugspannung im Vergleich zur normalen Wettkampfbedingung deutlich verstärkt und die Rekrutierungsrate (Rekrutierung) motorischer Einheiten erhöht.

Die Stoffwechselbeanspruchung (aerob, aerob-anaerob oder betont anaerob mit hohen Laktatwerten) kann vorwiegend über die Veränderung der Bewegungsfrequenz gesteuert werden.

Übermäßig erhöhte Widerstände bedingen nicht tolerierbare Abweichungen von den wettkampfspezifischen Bewegungsparameten: Es wird ein anderes Innervationsmuster und damit eine fehlerhafte Technik und Bewegungsregulation trainiert. Man muß das spezielle Krafttraining daher mit sporttechnischen Aufgaben verbinden, die Bewegungsgüte kontrollieren und das Maß erschwerter Bedingungen in bezug auf Widerstandsgrößen, Anwendungshäufigkeit und -umfang optimal begrenzen. [15]

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