Krafttraining statisches

Form des Krafttrainings zur Ausbildung der Maximalkraftfähigkeit auf Grundlage isometrischer Muskelkontraktion.

Beim statischen Krafttraining wird gegen einen festen Widerstand, gegen ein Fremdgewicht (Halten der Scheibenhantel), gegen die eigene Schwerkraft (z.B. Verharren im Kreuzhang) oder gegen einen elastischen Widerstand (Halten eines ausgezogenen Gummiseils oder Expanders) gearbeitet. Zur Erzeugung kraftfördernder Reize muß die Intensität zwischen 50 und 100% der maximal möglichen Anspannungskraft erreichen. Außerdem ist die Haltedauer bedeutsam;
eine maximale Anspannung sollte etwa 5 – 7 s gehalten werden. Bei submaximaler und mittlerer Anspannungskraft muß die Haltedauer mindestens 25 % der
bei der gewählten Anspannungskraft maximal möglichen Haltedauer betragen. Als optimale Häufigkeit gelten 5-10 Anspannungen je Muskelpartie, die in mehreren Winkelstellungen erfolgen sollten.
Vorteile des K. bestehen in der Möglichkeit einer lokalen zielgerichteten Einflußnahme auf eine beliebige Muskelgruppe oder auf einzelne Muskeln; es sind keine aufwendigen Trainingsanlagen erforderlich, und der Zeitaufwand ist gering. Deswegen ist es im Gesundheitssport und in der Rehabilitation zur muskulären Konditionierung gut anwendbar. Zur Vorbereitung auf sportliche Leistungen ist statisches Krafttraining unterschiedlich zu bewerten. Die durch isometrische Kontraktionen ausgelösten Anpassungen entsprechen nicht den Anforderungen dynamischer Krafteinsätze; außerdem ist ein negativer Einfluß auf die Bewegungskoordination und die elastischen Eigenschaften des Muskels bei häufiger Anwendung nicht  auszuschließen. Erfolgreich kann das statische Krafttraining hingegen beim Erlernen statischer Kraftelemente im Gerätturnen eingesetzt werden. Auch zur Vorbereitung auf wettkampfspezifische Halteleistungen in Zweikampfsportarten (Ringen, Judo) ist es nützlich. Die wettkampfspezifischen statischen Kraftelemente werden z.B. im Gerätturnen unter erschwerten Bedingungen ausgeführt, um einen Kraftüberschuß zu entwickeln; außerdem werden die Haltezeiten in den leistungsentscheidenden Positionen zur Ausprägung der statischen Kraftausdauer allmählich bis auf 30 s pro Versuch verlängert. [15]
= Krafttraining isometrisches

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