Stil, sportlicher

1. Ursprünglich Synonym für sportliche Technik (Freistilringen, Freistilschwimmen, Stilrudern usw.).

2. Ausdruck der individuellen Besonderheiten eines bestimmten Sportlers beim Anwenden einer .

Durch die unterschiedlichen biomechanischen Eigenschaften der einzelnen Menschen sind notwendigerweise auch Unterschiede im Bewegungsablauf vorhanden. Dabei zeigen sich in allen Bewegungsabläufen eines Sportlers typische individuelle Besonderheiten, die bei fortschreitender sportlicher Meisterschaft zugleich als Ausprägung bestimmter Persönlichkeitseigenschaften in Erscheinung treten. Den ausgeprägten sportlichen Stil eines Sportlers kann ein anderer nicht ohne Minderung der Effektivität seiner Bewegungshandlung übernehmen. Auch der noch relativ unscharfe Begriff des Mannschaftsstils hat sich herausgebildet und will die für eine Mannschaft typische Art und Weise der Spielgestaltung kennzeichnen. So spricht man von spielerisch oder kämpferisch akzentuiertem Stil, ausgeprägtem Kombinationsstil (früher im Fußball „Schalker Kreisel“; Wiener „Scheiberlspiel“), südamerikanischem Stil (die vorwiegend auf individuellen technisch-taktischen Leistungen fußende Spielgestaltung) usw.

3. Interpretationsweise einer thematisch und genreabhängigen bzw. typenbezogenen Übungs- und Gestaltungsidee.

Sie kommt der einheitlichen und abgestimmten Auswahl und Anwendung der Kompositionselemente (Bewegungs- und Raumchoreographie, Musik, Kleidung, Ausstattung, Farbe, Mimik, Gestik) zum Ausdruck. Demzufolge wird von unterschiedlichen Stilrichtungen gesprochen, z. B.

  • – nach einem Tanz- oder Musikgenre (klassischer Stil, Folklorestil, WesternStil)
  • -nach einem thematischen Motiv (Carmen- Stil, Puppen-Stil)
  • – auf rein sportlicher Basis (sportlich-athletischer Stil). [12; 61; 67]

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