Imitationsgerät

Spezielles Gerät zu Trainingszwecken, mit dem bis zu einem gewissen Grade die tatsächlichen Leistungsbedingungen (Wettkampf) simuliert werden können bzw. das dem Wettkampfgerät in seiner Funktion nahe kommt.
Mit Imitationsgeräten kann man die Wettkampfübung selbst bzw. strukturähnliche Trainingsübungen (Spezialübungen) ausführen. Durch Kombination von Geräten (u.a.
Turngeräte mit Longensystemen, z. B. Pauschenpferd mit Longe zur Ausführung von Kreisschwüngen) wird eine zwangsweise Führung des Sportlers bei mehrfacher Bewegungsausführung erreicht, die eine anforderungsgerechte Ausführung bewirkt.
Imitationsgeräte dienen der Herausbildung von Leistungsvoraussetzungen, sie erhöhen besonders die Effektivität des Fertigkeitserwerbs. So ermöglichen Imitationsgeräte z.B. zu jeder Jahreszeit unter verschiedenen Bedingungen ein wettkampfnahes Training (Skiroller, Schlittenroller, Ruderbecken, Kanuergometer, Skisprungmatten). Sie sind geeignet,  bewegungsspezifische (besonders kinästhetische) Informationen zu vermitteln (Surfsimulator, Wasserski- und Skisimulatoren im Wasserbecken). Zu Imitationsgeräten  gehören auch technische Hilfsmittel, die zu einer hohen, unter Realbedingungen nicht möglichen Übungshäufigkeit führen (Ballwurfmaschinen in Sportspielen). Die positive Lernwirkung wird zusätzlich unterstützt, wenn Imitationsgeräte mit Ergebnisfeedback gekoppelt sind (Trefferzähler, Treffergenauigkeitsanzeige ). In diesem Falle spricht man von Trainagern bzw.  Lernmaschinen. Imitationsgeräte werden auch angewandt,  wenn die Könnensanforderungen an die Realsituation zu hoch sind (Auto- und Cockpitsimulatoren). [26; 61]

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