Verwringung

Kurzzeitige Einnahme einer Körperhaltung mit schraubenartiger Verdrehung von Schulter- und Beckenachse gegeneinander, die zu einer Vordehnung diagonal verlaufender Muskelschlingen zwischen rechtem Arm und linkem Bein bzw. linkem Arm und rechtem Bein führt.

Die Verwringung gilt als Form des aktiven Rumpfeinsatzes (MEINEL). Sie wird zumeist durch eine Ausholbewegung erreicht und dient der optimalen Vorbereitung großer Muskelgruppen, vor allem des Rumpfes, auf eine schnellkräftige Kontraktion mit hoher Anfangskraft und optimal langem  Beschleunigungsweg (biomechanisches Prinzip). Beispiele für Verwringung. bei sportlichen Bewegungshandlungen finden sich vor allem bei Wurf- und Schlagbewegungen, so dem Diskuswurf, Handball-Schlagwurf, Golfschlag. Genutzt wird die Verwringung auch bei zyklischen Bewegungsformen wie Diagonalschritt im Skilauf, Paddeltechnik im Kajak und selbst beim leichtathletischen Lauf. [62]

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