Anlage

Angeborene morphologische und funktionelle Eigenheit (Besonderheit) des Organismus ( z. B. des Gehirns, der Sinnesorgane, der Bewegungsorgane) als Voraussetzung für die Entwicklung der →Fähigkeiten in der aktiven →Tätigkeit, insbesondere durch →Lernen und durch →Training.

Diese morphologischen und funktionellen Eigenheiten sind nicht identisch mit den in den Genen gespeicherten Erbinformationen. Vielmehr sind sie das Ergebnis der Wechselwirkungen von Erb- und Umweltkomponenten (vor allem der Erziehung und Bildung).

Anlagen sind Merkmale des →Individuums und nicht der Persönlichkeit, die vor allem sozial determiniert ist. Durch die Tätigkeit (Arbeit, Sport u. a.) entwickeln sich Fähigkeiten, Fertigkeiten, Gewohnheiten, Kenntnisse u. a., die die biologischen Möglichkeiten des Menschen einschließlich seiner anlagebedingten Eigenheiten voraussetzen.

Anlagen sind weitestgehend multipotent. Sie ermöglichen die Entwicklung verschiedener Fähigkeiten und Eigenschaften sowie ihrer Kopplungen. Welche →Leistungen sich auf ihrer Basis entwickeln können, wird wesentlich von den sozialen Entwicklungsbedingungen (vor allem von der Bildung und Erziehung), von der Ausbildung der Fähigkeiten und der →Fertigkeiten bestimmt. [68]

 

 

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