Aufwandskalkulation psychische

Bestandteil von Zielbildungsprozessen in der Handlungsvorbereitung; dient der subjektiven Bewertung des physischen und psychischen Aufwandes, der zur Realisierung eines Handlungsziels als notwendig angesehen wird. 

Der kalkulierte Aufwand wird aus der erlebten Aufgabenschwierigkeit (Verhältnis zwischen objektiver +Anforderung und subjektiver +Leistungsfähigkeit) abgeleitet und zum aktuellen Zustand in Bezug gesetzt. Je anforderungsbezogener und realistischer diese Beurteilung (Kalkulation) ist, desto besser können die inneren Bedingungen auf die Leistung eingestellt und im Leistungsverlauf reguliert werden. Auf der Grundlage einer realen und möglichst umfassenden psychischen Aufwandskalkulation können z. B. der aktuelle Zustand optimiert, ein ökonomischer Einsatz der Kräfte bzw. ihre Ausschöpfung geplant, die eigenen Realisierungsmöglichkeiten richtig bewertet und damit das notwendige Selbstvertrauen aufgebaut sowie Lösungsstrategien aktiviert werden. Entspricht die psychische Aufwandskalkulation den objektiven und subjektiven Bedingungen, so kann der Soll-Ist- Vergleich im Handlungsverlauf leistungswirksamer genutzt werden, z. B. Bewertung des Anstrengungserlebens, Entscheidungsfindung, weitgehende Vermeidung von Mißerfolgserlebnissen u. ä..  Die psychischen Aufwandskalkulation hat engen Bezug zur Leistungserwartung und psychologischen Leistungsbewertung. [40]

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