Automatisierung

Prozeß der durch häufiges Üben bewirkten Vervollkommnung bzw. Perfektionierung -motorischer Handlungen, der eine bewußte Ausführung und Kontrolle entbehrlich macht.

Ausdruck der Automatisierung sind motorische Fertigkeiten, die sich infolge häufig wiederholter Ausführung aus willkürlichen Handlungen entwickelt haben. Im weiteren Sinne ist Automatisierung das Resultat eines ursprünglichen Strebens nach einer zuverlässigen Antizipation von Verhaltenskonsequenzen. Voraussetzungen sind eine vollständige Antizipierbarkeit von Zielen bzw. Teilzielen sowie gleiche Reizkonstellationen, Invarianten, bei denen ein bestimmtes Verhalten zu immer denselben Konsequenzen führt. Fehlen solche eindeutigen Invarianten, können sich Automatismen nicht ausbilden. So treten Automatisierungseffekte häufig bei Aufgabenklassen des geschlossenen Typs in Erscheinung. Als messbare Indikatoren bzw. Kriterien für die Automatisierung dienen

– die Doppeltätigkeitsinterferenz
– die Aufmerksarnkeitsumverteilungen
– die Objektivation mittels Handlungsbeschreibung
– die Verlagerung der Steuerungs- und Kontrollinformationen vom äußeren auf den inneren Regelkreis
– das Ausmaß an Störungen bei Aufmerksarnkeitszuwendung auf Details.
In Sportspielen werden beispielsweise das Fangen, Werfen und die Ballführung weitestgehend automatisiert, so daß taktische Anforderungen besser bewältigt werden können. Die Automatisierung bedeutet jedoch nicht, daß das Bewußtsein völlig ausgeschaltet ist, denn bei Störungen im Handlungsablauf kann die Bewegungsausführung bewußt kontrolliert und korrigiert werden. [7; 19; 36]

Lernen motorisches
Training technisch-koordinatives

 

 

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