Bewußtsein

Prozesse der subjektiven Widerspiegelung der objektiven Realität und der Erfahrung des eigenen Erlebens, denen ein entsprechender Zustand des Zentralnervensystems (Wachheitsgrad, Aktivierung) zugrunde liegt.

Der zentralnerval bedingte Grad des Bewußtseins (hoher Bewußtheitsgrad bis Bewußtlosigkeit) bestimmt die Klarheit und funktionelle Geordnetheil des Wahrnehmens, Fühlens, Denkens und Handelns. Aus erkenntnisphilosophischer Sicht ermöglicht das Bewußtsein als spezifisch menschliche Erlebensqualität die gezielte Zuwendung zu bzw. Heraushebung von Wahrnehmungsgegenständen (Aufmerksamkeit), die Integration, Ordnung und Wertung von Denk- und Erfahrungsinhalten sowie die Planung und Ausrichtung von Handlungen bzw. Verhalten. Über das Bewußtsein gewinnt der Mensch Zugang zur selbstbestimmten Kontrolle und Regulation seiner Handlungen bzw. Bewegungen (Handlungsregulation). Im Gegensatz dazu stehen unbewußte oder unterbewußte Prozesse (Unbewußtes). Für sportliche Leistungen ist es jedoch – insbesondere aus verhaltensökonomischer Sicht- sehr wichtig, daß in einer Handlung bewußte und unbewußte Anteile miteinander verbunden sind und diese auf den unterschiedlichen Regulationsebenen je nach Bedarf regulieren bzw. steuern. Entscheidend ist, daß beide Anteile optimal aufeinander abgestimmt sind, sich gegenseitig nicht stören (z. B. Beeinträchtigung des Bewegungsablaufes durch zu hohen Willenseinsatz oder der Kooperationsfähigkeit durch unbewußte Einstellungen zum Leistungspartner) und daß das Bewußtsein als eine den Anforderungen entsprechende oberste Kontroll- und Regulationsinstanz ausgebildet wird. [40]

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