Bobsport

Disziplin des Schlittensports, bei der die Sportler im Sportgerät (Bob) eine aerodynamisch günstige, d. h. zum Teil nach vorn gebeugte Sitzposition einnehmen und der Schlitten vom Piloten mittels Handsteuerung gelenkt wird.

Ein Bobschlitten besitzt zwei Paar Kufen, von denen das vordere durch Lenkseile bewegt werden kann und der Bob somit steuerbar wird. Bobwettbewerbe werden mit Zweier- und Vierer-Mannschaften ausgetragen. Bei Olympischen Spielen sind bis zu zwei Mannschaften eines Landes in beiden Disziplinen, bei Kontinentalmeisterschaften bis zu drei startberechtigt. Ein Bob muß reglementsgerechte Abmessungen aufweisen, die vom Kampfgericht zu Wettbewerben überprüft werden. So sind z. B. die Spurbreite der Kufen, die Maße der Verkleidung und das Maximalgewicht des Bobs mit Mannschaft, einschließlich der Ausrüstung, vorgeschrieben (Zweier: 390 kg; Vierer: 630 kg). Olympische Disziplin war der Bobsport von den ersten Winterspielen 1924 an. Um für die Austragung internationaler Wettbewerbe zugelassen zu werden, muß eine Bahn eine Mindestlänge von 1500 m bei natürlicher und 1200 m bei künstlicher Vereisung, ein Durchschnittsgefälle von mindestens 8% aufweisen. Auch die Breite der Bahn, die Höhe der Seitenwände sowie die Bremsstrecke wird durch entsprechende  Sicherheitsbestimmungen reglementiert. Der Start im Bobsport erfolgt von allen Mannschaftsmitgliedern „fliegend“ auf einer mindestens 15m langen, leicht abschüssigen Strecke. Gute Fahrtzeiten werden maßgeblich vom fahrerischen Können des Piloten, dem Startniveau, dem rhythmischen Harmonieren der Mannschaft sowie einer optimalen Präparation des Bobschlittens erreicht. Eine spezielle Funktion des letzten Mannes im Schlitten (Bremser) besteht darin, den Bob nach Durchfahren der Ziellichtschranke im Auslauf der Bahn bis zum Stand abzubremsen. Dazu bedient er mittels zweier Hebel eine Rechenbremse, die unterhalb des Bobs in das Eis greift. Die Zeitmessung erfolgt durch zwei unabhängig voneinander funktionierende Messanlagen. Die Auswertung erfolgt analog der im Rennrodelsport. [51]

 

 

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