Kraftausdauer relative

Konditionelle Fähigkeit; Form der Kraftausdauer, die primär durch den Ausprägungsgrad der Ausdauerkomponente determiniert wird.

Relative Kraftausdauer sichert durch einen möglichst geringen Kraftverlust eine hohe Bewegungsleistung über die gesamte Dauer des Wettkampfes. Die Bestimmung der relativen Kraftausdauer erfolgt zumeist unter sportartspezifischen Bedingungen; z.B. werden in den Ausdauersportarten (u.a. Rudern, Kanurennsport) bei wettkampftypischen Belastungsformen Krafteinsätze in den einzelnen Bewegungszyklen mit entsprechenden Meßeinrichtungen (Meßdolle, Dehnungsmeßstreifen) erfaßt; Indikator für das Niveau der relativen Kraftausdauer ist die ermüdungsbedingte Differenz zwischen dem Kraftimpuls bei wenigen Bewegungszyklen, die mit maximalen Krafteinsätzen abgefordert werden, und dem Mittelwert der Kraftimpulse einer wettkampfspezifischen Anzahl von Bewegungszyklen. Relative Kraftausdauer ist sowohl trainingsabhängig als auch durch die individuellen genetischen Möglichkeiten bedingt. Große Differenzen weisen auf Reserven in der Ausdauerkomponente, geringe Differenzen auf solche in der Kraftkomponente hin. Die relative Kraftausdauer wird darüber hinaus entscheidend von disziplinspezifischen Besonderheiten, der individuellen Bewegungsfrequenz, der Belastungsdauer, der Dichte der Bewegungshandlungen und der Intensitätsdynamik im Wettkampf bestimmt. Die Ermittlung der relativen Kraftausdauer ermöglicht sowohl individuelle trainingsmethodische Folgerungen als auch Entscheidungen zur Orientierung und Spezialisierung des Sportlers auf bestimmte Disziplinen der Sportart (Kurz- oder Langstrecke), die seiner besonders ausgeprägten Fähigkeitskomponente entsprechen (Eignungsaspekt). Die Ausbildung erfolgt durch Spezialübungen im Intensitätsbereich zwischen 40 und 60% sowie durch spezielles Kraftausdauertraining mit längeren Belastungsphasen. [15]

= Kraftausdauerfähigkeit relative

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