Kraftfähigkeit

Konditionelle Fähigkeit; Fähigkeit des Sportlers, äußere Widerstände durch Muskeltätigkeit zu überwinden bzw. äußeren Kräften entgegenwirken zu können.

Bei sportlichen Bewegungen steht die Kraftfähigkeit in Beziehung zu den konditionellen Fähigkeiten Schnelligkeit und Ausdauer. In Abhängigkeit von der Größe des Widerstandes bzw. der Bewegungsgeschwindigkeit äußert sie sich als Maximalkraft- oder als Schnellkraftfähigkeit. Die Verbindung von Kraftfähigkeit und Ausdauer wird als Kraftausdauer bezeichnet und kann sowohl den Kraftfähigkeiten als auch den Ausdauerfähigkeiten zugeordnet werden. Jede sportliche Leistung erfordert eine der Leistungsstruktur adäquate Ausbildung der Kraftfähigkeit.
Während die Maximalkraftfähigkeit für die meisten Sportarten eine leistungsbestimmende Basis darstellt, ist die Schnellkraftfähigkeit die für azyklische Wettkampfleistungen typische Kraftfähigkeit. Die Verbindung von Schnellkraftfähigkeit und Ausdauer ist als Schnellkraftausdauer Kern der konditionellen Fähigkeiten vor allem in vielen zyklischen Wettkampfübungen (Sprint-, Kurzzeit- und Mittelzeitdisziplinen).
Die Kraftfähigkeit hängt primär vom Muskelquerschnitt, von der intra- und intermuskulären Koordination, dem Muskelfaserprofil, der Spaltung des ATP und der ATP-Resynthese durch Phosphorcreatin und Glucose sowie von der psychischen Mobilisationsfähigkeit ab.
Für besonders hohe Maximalkraftleistungen (z.B. Gewichtheben) ist eine ausgeprägte Muskelhypertrophie unerläßlich. Die Herausbildung der Kraftfähigkeit ist u. a. abhängig von muskulären Voraussetzungen, vom Geschlecht und vom Alter. [15]
=Kraft
= Muskelkraft

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.