Kürübung

In den Kürwettkämpfen zu absolvierende Wettkampfübung – einschließlich der Kürsprünge in den Sprungdisziplinen der technisch-kompositorischen Sportarten.

Die Gesamtheit der Kürübungen eines Sportlers wird als Kürprogramm bezeichnet. Unter Bewertungsaspekt werden an die Kürübungen zum Erreichen der Höchstpunktzahl technische, inhaltliche und kompositorische Anforderungen gestellt. In einzelnen technisch-kompositorischen Sportarten wird der erreichbare Punktwert bei normaler Anforderungserfüllung herabgesetzt. Die Punktdifferenz zur Höchstnote kann dann nur durch Bonifikation für überdurchschnittliche Leistungen in den Bereichen Virtuosität, Originalität und Risiko ausgeschöpft werden.
Aus leistungsdiagnostischer Sicht läßt sich in Relation zu den Anforderungen, die durch die Wertungsvorschriften und die Ausschreibungen an die Kürübungen gestellt werden, im Soll-Ist-Vergleich der individuelle Leistungsstand in einer Disziplin bzw. im gesamten Kürprogramm an Hand der Leistungsfaktoren quantitativ und qualitativ einschätzen. Das betrifft:

– das technische Niveau und die Stabilität
– die Anzahl der Wertteile in den einzelnen Schwierigkeitsstufen entsprechend den unterschiedlichen Anforderungen für die verschiedenen Formen von Kürwettkämpfen (Mehrkampf, Finalwettkampf)
– die Originalität der Elemente und Verbindungen
– die Vielseitigkeit des Übungsgutes und der Neuheitsgrad der Elemente
– kompositorische und kombinatorische Gestaltungsfaktoren usw.
Weitere disziplinspezifische Anforderungen beziehen sich auf die Auswahl des Übungsgutes aus verschiedenen Elementeklassen z.B. im Interesse der Wahrung der Geräteigenart und der Vielseitigkeit. [61]

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