Übergangsperiode

Periode, die im sportlichen Training einen optimalen Übergang von der jeweils letzten Wettkampfperiode zur Vorbereitungsperiode des nachfolgenden Periodenzyklus zu sichern hat.
Gekennzeichnet wird die Übergangsperiode durch die Anwendung einer relativ geringen Belastungsintensität, eines relativ geringen Belastungsumfanges, eines relativ hohen Anteils allgemeiner Körperübungen, emotional wirkungsvoller Trainingsmittel sowie der Veränderung der gewohnten Trainingsumgebung. Daraus ergibt sich der wiederherstellende Charakter der Übergangsperiode,  der unbedingt notwendig ist, weil – besonders im Leistungssport bzw. im Wettkampfsport – (die zuvor in der Vorbereitungs- und Wettkampfperiode) erfolgte Vorbereitung und Absolvierung bedeutsamer Wettkämpfe mit gewöhnlich länger andauernden hohen körperlichen und psychischen Belastungen und Beanspruchungen verbunden war, woraus sich Schlußfolgerungen hinsichtlich der Einhaltung des Prinzips der Einheit von Belastung  und Erholung ergeben. Außerdem ist ein optimaler Vorbereitungszustand für die Bewältigung der bevorstehenden Beanspruchungen in der neuen Vorbereitungsperiode zu schaffen.
Zuweilen, besonders bei der Mehrfachperiodisierung, wird das für die Übergangsperiode charakteristische Training am Anfang der Vorbereitungsperiode des neuen Periodenzyklus
absolviert und damit in die Vorbereitungsperiode integriert. Eine eigenständige Übergangsperiode wird dann nur zwischen der letzten Wettkampfperiode des jeweils vergangenen Trainingsjahres und dem neuen Trainingsjahr geplant und realisiert. Im Nachwuchstraining und im wettkampfmäßig betriebenen Breitensport erübrigt sich zumeist die Festlegung und Realisierung einer Übergangsperiode, weil die relativ niedrige Trainingsbelastung und -beanspruchung diese nicht erfordern und weil das gesamte Trainings- und Wettkampfsystem in diesen Bereichen in der Regel größere Erholungsphasen sichert. [6]

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