Kraftausdauertraining allgemeines

Form des Kraftausdauertrainings mit vielseitigen Körperübungen und komplexer Anforderungscharakteristik zur kombinierten Ausbildung von Kraft- und Ausdauerfähigkeiten.

Angezielt wird durch allgemeines Kraftausdauertraining die harmonische Entwicklung der Gesamtmuskulatur und die Stabilisierung des arthromuskulären Gleichgewichts, um eine hohe allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit zu erreichen und mögliche Fehlbelastungen bei umfangreicheren körperlichen Belastungen in Training und Wettkampf und im täglichen Leben zu verhindern. Durch partiell wirkende Übungen sind auch Muskelschwächen zu beseitigen oder nach zeitweiliger Immobilisation atrophierte Muskeln aufzutrainieren. Wettkampfsportler nutzen das allgemeine Kraftausdauertraining auch, um die Kraftausdauerleistung wichtiger „Wettkampfmuskeln“ zu verbessern. Hauptform der Organisation des allgemeinen Kraftausdauertrainings ist das Kreistraining. Die Belastungsanforderungen beinhalten bei Übungen mit Zusatzlasten Widerstände zwischen 40 und 60% MK und große Belastungsumfänge, die eine spürbare muskuläre Ermüdung auslösen. Die Stoffwechselbeanspruchung hängt von der Art der Körperübung und der Bewegungsfrequenz ab und wird primär durch Frequenzregulation gesteuert. Maximale Bewegungsfrequenzen bewirken in der Regel eine erhebliche Inanspruchnahme des anaeroben Stoffwechsels und erzeugen einen Laktatspiegel, der im Kreistraining relativ konstant bleibt und nur durch längere Pausen nach Kreisdurchgängen abgesenkt werden kann. Soll im allgemeinen Kraftausdauertraining der aerob-anaerobe Übergangsbereich nicht verlassen werden, ist die Bewegungsfrequenz bei einzelnen Übungen gezielt zu drosseln. [15]

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