Absprung

Bewegungsphase, in der der Kraftstoß zum Erreichen der Absprunggeschwindigkeit sowie des Drehimpulses erzeugt wird.

Jedem Absprung, der im Vergleich zu einfachen Abstößen durch Arm- und Beinschwünge bei zweckmäßiger Koordination verstärkt wird (biomechanisches Prinzip der Koordination von Einzelimpulsen), folgt eine ausgeprägte Flugphase. Hinsichtlich der Absprungrichtung sind Absprünge vorwärts, seitwärts und rückwärts möglich. Unterschieden werden Absprünge von starren Widerlagern (horizontale und vertikale Sprünge in der Leichtathletik, Skisprung, Turmspringen) und elastischen Widerlagern (Absprünge vom Federbrett oder Trampolin im Turnen, Wasserspringen), mit und ohne Anlauf sowie zentrische und exzentrische  Absprünge aus Anläufen sind fast alle sogenannte Bremsabsprünge, d. h., sie verringern den Betrag der Anlaufgeschwindigkeit In der Leichtathletik ist der Absprung die bedeutsamste  Bewegungsphase (Hauptphase) in allen Sprungwettbewerben. Beim Skisprung muß der Absprung mit dem Annähern und Passieren des Schanzentisches zeitlich koordiniert werden. In technisch-kompositorischen Sportarten (wie Turnen, Eiskunstlaufen, Wasserspringen) wird mit dem Absprung der Effekt und Kompliziertheitsgrad der Flugphase (Sprunghöhe sowie Anzahl der Drehungen um verschiedene Körperachsen) bestimmt. Reaktive Absprünge, die sich aus Auf- und Absprungphasen (Verzögerung, Beschleunigung) in unmittelbarer Folge zusammensetzen, bilden eine besondere Form von Absprüngen. Sie nehmen im Rahmen akrobatischer Sprungreihen als Absprung vorwärts und rückwärts sowie in Serien- und Reihensprüngen zum Training der Sehnelikraftfähigkeit eine zentrale Position ein. Sie erfordern aufgrund hoher Belastungen für das Stütz- und Bewegungssystem eine spezifische muskuläre Vorbereitung. [4; 39]

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