Wettkampfanalyse (psychologische Aspekte)

Beurteilung der psychischen Bewältigung der Wettkampfanforderungen, insbesondere an den Knotenpunkten im Wettkampfverlauf sowie unter Berücksichtigung der individuellen Zielstellung (einschließlich Wettkampfkonzeption).

Wenn möglich, sollte auch das Verhalten des Sportlers unmittelbar vor dem Wettkampf, nach Teilleistungen oder in Wettkampfpausen bzw. nach dem Wettkampf (besonders Verarbeitung von Erfolg/Mißerfolg, bezogen auf weitere Starts) beobachtet werden.

Methodisch orientiert sich die psychologische Wettkampfanalyse an der psychologischen Anforderungsanalyse. Aufgrund der Komplexität und des speziellen psychischen Charakters einer Wettkampfleistung sind die methodischen Zugänge allerdings sehr eingeschränkt. Genutzt werden (möglichst standardisierte) Formen der Selbst- und Fremdbeobachtung, sportmethodische Analysen, Zustandsuntersuchungen vor und nach dem Wettkampf, Rekapitulation erlebter psychischer Vorgänge im Wettkampfverlauf durch den Sportler anhand von Videoaufnahmen u. ä.

Erfaßt werden z.B. das Durchsetzen im Wettkampfverlauf (Start, Endspurt, Überwindung von Ermüdung, Auseinandersetzung mit dem Gegner), Konzentration und Mobilisation, die Stabilität von Leistungsmerkmalen bzw. ihre Variabilität entsprechend den äußeren Bedingungen, Motivations- und Bewertungsprozesse im Leistungsverlauf u.ä. Die konkreten Analysekriterien müssen den sportartspezifischen Anforderungen entsprechen. [40]

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