Gesamtheit aller tierischen und menschlichen Lebensäußerungen, aus deren Regelmäßigkeiten auf individuelle Besonderheiten geschlossen werden kann.
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Verhaltensbeobachtung
Beobachtung, die darauf gerichtet ist, das Verhalten von Menschen – vor allem ihr Sozialverhalten -zu erfassen und aufzuklären.
Verhaltenstraining
1. Verhaltensmodifikation durch Veränderung von Einschätzungs- und Bewertungsprozessen (z.B. bei der Bewältigung bzw. Vermeidung von Streß, Neuinterpretation von Lebensproblemen).
2. Verhaltenstherapie (EYSENCK) zum Verändern von Verhalten, ohne in jedem Fall die dahinter liegenden Probleme zu lösen ( z. B. Desensibilisierung, Behandlung von Schlafstörungen mit Hilfe eines Entspannungsverfahrens ).
Verhaltenstraining mentales
Training durch Ausbildung und Realisierung von Vorstellungen, die möglichst vollständig die für die Regulation der sportlichen Tätigkeit in einer Bewährungssituation relevanten inneren und äußeren Bedingungen enthalten.
Verhaltenstraining strategisch-taktisches
Aktive Trainingsart, um zielbezogen die individuellen und kollektiven Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten der Sportler zu erweitern und zu stabilisieren.
Verhaltensweise alterstypische
Die für bestimmte Altersetappen wesenseigenen und damit charakteristischen Verhaltenseigenschaften eines Individuums bzw. einer Population.
Verifikation
Bestätigung einer wissenschaftlichen Annahme (Hypothese).
Verrenkung
Luxation
Verschleierung
Maßnahme zur Tarnung, um Gegner bei ihrer Situationsanalyse zu beeinflussen oder zu behindern.
Versehrtensport
Zumeist synonym und/oder umgangssprachlich für Behindertensport verwendet.
Verstauchung
Distorsion
Versuch
1. Mehrmalige Ausführung einer Körperübung in einem abgeschlossenen Wettkampf.
2. Niederlegen des Balles im Rugby.
Versuchsgruppe
Gruppe (Mannschaft, Schulklasse), die zur Durchführung eines ~Experimentes herangezogen wird.
Verteidiger
Abwehrspieler
Verteidigung
I. Individuelle oder kollektive Abwehr gegnerischer Angriffe.
2. In den Sportspielen für die Abwehr spezialisierte Spieler (Verteidiger) oder Mannschaftsteile.
Verteidigung kombinierte
Deckung, kombinierte
Verteilung statistische
Lage und Konzentration (Verteilungsdichte) von Meßwerten innerhalb eines Meßwertintervalls.
Verteilungsmaß
Kennwert von Häufigkeitsverteilungen.
Vertrauensintervall
Begrenzter Bereich der Meßwertskala, in dem eine statistische Maßzahl mit einer bestimmten statistischen Sicherheit liegen kann.
Vervollkommnen (technisch-koordinative Ausbildung)
Trainingsmethodische Aufgabenstellung im Lernprozeß mit dem Ziel der Weiterführung des Lernprozesses nach dem Erlernen einer Bewegungshandlung.
Vervollkommnung koordinative
Bestandteil der motorischen bzw. sportlichen Vervollkommnung; Prozeß der Herausbildung und weiteren Ausprägung der durch die Leistungsstruktur der Sportarten bzw. Disziplinen geforderten koordinativen Leistungsvoraussetzungen.
Vervollkommnung sportliche
Ausformung von sportlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten, Eigenschaften und Werten, orientiert an sozial determinierten Zielen und Idealen und im Sinne eines ständigen Prozesses.
Verwringung
Kurzzeitige Einnahme einer Körperhaltung mit schraubenartiger Verdrehung von Schulter- und Beckenachse gegeneinander, die zu einer Vordehnung diagonal verlaufender Muskelschlingen zwischen rechtem Arm und linkem Bein bzw. linkem Arm und rechtem Bein führt.
Verzögerung
1. Vorgang, bei dem sich der Betrag der Geschwindigkeit verkleinert.
2. Taktische Maßnahme in Sportarten mit festgelegter Wettkampfzeit (Sportspiele, Zweikampfsportarten), um ein erreichtes Ergebnis zu sichern.
Vielseitigkeit
1. Komplexe Eigenschaft eines Menschen im Sinne von disponiblen Verhaltens- und Leistungsvoraussetzungen.
2. Trainingsmethodisches Prinzip, das Breite und Vielfalt sowohl der sportlichen Leistungsgrundlagen und -voraussetzungen als auch der angewendeten Trainingsinhalte und Trainingsmethoden fordert.
Vielseitigkeitswettkampf
Wettkampf zur zielgerichteten Erfüllung der Trainingsprogramme in den einzelnen Sportarten.
Vier-Phasen-Training
Kombiniertes Entspannungs- und Aktivierungsprogramm, (von KRATZER entwickelt), das insbesondere bei Vorliegen psychischer Belastungswirkungen zur beschleunigten Wiederherstellung eingesetzt werden kann.
Viereck offenes
Taktisches Feld im Boxring, das dem Boxer gestattet, sich frei in alle Richtungen (insbesondere nach hinten und zur Seite) zu bewegen.
Viererschlag
Koordination von Arm- und Beinbewegungen speziell beim Kraul-, seltener beim Rückenkraulschwimmen.
Virtuosität
Höchste sportliche Meisterschaft bei der Ausführung von Elementen und Übungen in den technisch-kompositorischen Sportarten, von der die besondere ästhetische Wirkung der Leistung ausgeht.
Visierlinie
Gedachte Gerade, die vom Auge des Schützen über die Bestandteile der Visierung verläuft.
Visierung
Teile einer Waffe, die dem Schützen das Zielen, d.h. die Ausrichtung des Laufes auf das Ziel, ermöglichen.
Visualisieren
Bildhaftes Vorstellen von inneren und äußeren Bedingungen, die eine perfekte ( optimale) sportliche Leistung charakterisieren.
Vita maxima
Zustand höchster Leistungsfähigkeit.
Vitalkapazität
Maximal ventilierbares Volumen der Lunge.
Vitamine
Organische Verbindungen, die vom Organismus nicht selbst synthetisiert werden können und mit der Nahrung ständig zugeführt werden müssen.
Volition
Willentliche Regulation von Handlungen (Willenshandlung); sie bezieht sich auf die Entscheidung für ein Handlungsziel bzw. dessen Aktualisierung für das notwendige Handlungsprogramm und den Handlungsbeginn (präaktionale Phase) sowie auf das bewußte und zielgerichtete Eingreifen in den Handlungsverlauf zur Verwirklichung des Handlungszieles ( aktionale Phase).
Volleyball
Mannschaftsspiel aus der Gruppe der Rückschlagspiele.
Voraussetzungstraining
Trainingsbestandteil der technisch-kompositorischen Sportarten, der das Schaffen von Leistungsvoraussetzungen für das Erlernen und Vervollkommnen von Elementen und Verbindungen zum Ziel hat.
Vorbelasten
Belastungsbewältigung mit begrenztem Umfang und geringerer Intensität, die der wesentlichsten Belastung im sportlichen Training, besonders aber der Wettkampfbelastung vorangestellt wird.
Vorbereitung körperliche
Ausbildung der körperlichen Fitneß und der durch das Stütz- und Bewegungssystem und die Leistungsfähigkeit des Organsystems bedingten Leistungsvoraussetzungen.
Vorbereitung sportliche
Differenzierte und komplexe Ausbildung aller Leistungsfaktoren bzw. -voraussetzungen einer Sportart oder Disziplin.
Vorbereitungsdauer (auf Wettkämpfe)
Zeitraum der Dauer der Vorbereitung auf wichtige Wettkämpfe.
Vorbereitungsperiode
Periode der fundamentalen Vorbereitung, in der grundlegende körperliche, sporttechnische, strategisch-taktische, intellektuelle, psychische und moralische Voraussetzungen für das Bewältigen hoher Belastungen und Beanspruchungen sowie das Vollbringen hoher Leistungen in der Wettkampfperiode geschaffen werden.
Vorbereitungsphase
Grundelement der Bewegungsstruktur, das die Hauptphase optimal vorbereitet.
Vorbereitungswettkampf
Aufbauwettkampf
Vorbild
Konkrete Person( en) des öffentlichen ( gesellschaftlichen) und sozialen Zusammenlebens, die in ihrem Denken und Fühlen, Handeln und Verhalten gesellschaftlich und persönlich bedeutsame Normen und Werte verkörpert (verkörpern), an der (denen) sich vor allem Heranwachsende in ihrem Verhalten orientieren bzw. angeregt werden, eigene Wertmaßstäbe zu finden, an denen sie ihr Denken und Fühlen, Handeln und Verhalten ausrichten
Vordehnung
Muskelarbeit, die besonders bei Ausholbewegungen bzw. Zwischenphasen in Gegenrichtung zur nachfolgenden Bewegungsphase erfolgt, damit die Zugspannung der kontraktilen Elemente des Muskelsystems erhöht und eine höhere Anfangskraft für die nachfolgende Bewegungsphase bewirkt wird.
Vorführen
Methodische Maßnahme zur Darstellung eines Bewegungsablaufes mit Hilfe unterschiedlicher Demonstrationsmittel.
Vorkampf
Teil eines Wettkampfes, an dem alle sich im Qualifikationskampf plazierten Aktiven beteiligen dürfen, die eine geforderte Leistung erreicht haben.
Vorlage
Vorlehnen des Körpers im alpinen Skisport, wodurch der Druck auf den Fußballen erhöht wird.
Vorm-Wind-Kurs
Ein Segelkurs genau in Windrichtung.
Vormachen
Ausführen einer Bewegungshandlung durch den Lehrenden oder einen Sportler zum Zwecke der Demonstration.
Vorspannung
= Vordehnung
Vorstartzustand
In zeitlicher und räumlicher Beziehung zum Wettkampfbeginn stehende aktuelle psychophysische Verfassung des Sportlers, deren individualtypische Symptomatik aus Richtung und Grad der Auslenkung von zentralnervösen Erregungsprozessen resultiert.
Vorstellung
Reproduziertes subjektives Abbild früher wahrgenommener; im Gedächtnis gespeicherter Erscheinungen der objektiven Realität.
Vortrieb
Durch Muskelkraft realisierter Kraftstoß in eine gewünschte Bewegungsrichtung, insbesondere bei Sportarten, bei denen der menschliche Körper und/oder das Sportgerät von der Unterlage oder vom Wasser abgestoßen wird.
Vorwärtssprung
Klasse der aus dem Stand vorlings oder aus dem Anlauf ausgeführten und vorwärts drehenden Sprünge.
Vorzeigen
Methodische Maßnahme zur Darstellung eines Bewegungsablaufes mit Hilfe unterschiedlicher Demonstrationsmittel.
Wachstum
Quantitative Vergrößerung von Dingen, Prozessen und Erscheinungen in Natur und Gesellschaft.
Wahlreaktion
= Reaktion, komplizierte
Wahlreaktionstest
Grundlegende psychomotorische Testmethodik zur Erfassung der Reaktionsgenauigkeit und -schnelligkeit bei der Beantwortung verschiedener Reize mit unterschiedlichen Handlungen (Reaktion, komplizierte).
Wahrnehmung
Ganzheitliche Widerspiegelung der unmittelbar auf die Sinnesorgane einwirkenden objektiven Realität, deren Resultat ein konkret-anschauliches Abbild des Zustandes der Umgebung und des eigenen Organismus des Wahrnehmenden ist.
Wahrnehmungstäuschung
Fehlerhafte (falsche) Widerspiegelung der objektiven Realität durch die Wahrnehmung.
Wahrnehmungstraining
Training zur Förderung der Fähigkeit zur Unterscheidung ganzheitlicher Merkmale von Gegenständen und Prozessen der realen Umwelt und des eigenen Organismus.
Wahrscheinlichkeit
Maßzahl für das Eintreten eines zufälligen Ereignisses in der Statistik.
Wahrscheinlichkeitsverhalten
Besondere Form des strategisch-taktischen Handelns und Verhaltens von Sportlern auf der Grundlage eigener intuitivstatistischer Assoziationserfahrungen und der subjektiven Schätzung der objektiven Wahrscheinlichkeitsstruktur im Wettkampfverhalten des Gegners.
Wälzen
Alternierende Drehbewegungen des Rumpfes (Schulterachse) um die Körperlängsachse beim Kraul- und Rückenkraulschwimmen.
Wälzer
Griffgruppe im Ringen, in der typische Grifftechniken des Bodenkampfes beider Ringkampfdisziplinen zusammengefaßt werden.
Wälzsprung
Leichtathletische Technik im Hochsprung.
Wanderkarte
Landkarte mit kleinem Maßstab, die erlaubt, Wanderrouten per Fuß, Rad, Boot, Ski u. a. exakt festlegen und sich danach sicher orientieren zu können.
Wandpolster
Trainingshilfsgerät im Boxen; in der Körperhöhe an der Wand angebrachtes lederüberspanntes Polster, das als Schlagfläche dient.
Wärmeregulation
= Thermoregulation
Wasser- und Mineralhaushalt
Prozesse zur Aufrechterhaltung des Wassergehaltes in zellulären und extrazellulären Räumen.
Wasserball
Den Torspielen zugehöriges Sportspiel, das von zwei im Wasser schwimmenden Mannschaften ausgetragen wird.
Wasserfahrsport
Alle Leistungs- und Freizeitsportdisziplinen, die mit Booten (Ruder-, Kanu-, Segelboote) ausgeübt werden.
Wasserfassen
Sportschwimmen: Abschließender Teil der vorbereitenden Phase der Armbewegung der Sportschwimmtechniken, der den optimalen Übergang zur folgenden Phase sichert (Schwimmbewegungen).
Wasserfahrsport: Einsatzphase der Riemen, Skulls und Paddel im Rudern und Kanurennsport.
Wassergefühl
Hochentwickelte kinästhetische komplexe Wahrnehmung des Wasserwiderstandes im Sportschwimmen, das auf Empfindungen des Tast-, Muskel-, Temperatur- und Gleichgewichtssinns basiert.
Wasserspringen
Wettkampfsportart mit den Disziplinen Kunst- und Turmspringen.
Wasserwiderstand
Strömungswiderstand, dessen Wert, Richtung und Angriffspunkt von der Strömungsgeschwindigkeit, der Widerstandsfläche, der Körperform und der Dichte des Mediums abhängt.
Wechsel
Ablösung eines Teilnehmers an einem Staffelwettkampf durch den nachfolgenden.
Wechselgerade
Bei Eisschnellaufdoppelbahnen die dem Ziel gegenüberliegende Gerade, auf der in jeder Runde der Bahnwechsel erfolgen muß.
Wechselmethode
Trainingsmethode zur Ausbildung von Ausdauerfähigkeiten; gehört zur Klasse der Dauermethoden und ist im Verlauf einer längeren Dauerbelastung durch einen planmäßig wiederholten Wechsel der Geschwindigkeit gekennzeichnet.
Wechselraum
In Länge und Breite entsprechend den Wettkampfregeln der einzelnen Sportarten markierte Zone, in der der Wechsel bzw. die Ablösung gemeinsam gewerteter Teilnehmer an einem Staffelwettbewerb erfolgt.
Wechselschlag
Alternierende, aus den Hüften heraus erfolgende, vorwiegend in vertikaler Ebene verlaufende Schlagbewegung der Beine im Kraul- und Rückenkraulschwimmen, bestehend aus Rist- und Sohlenschlag.
Wechselsprung
Zyklisch wechselseitige Sprungfolge am Ort oder in der Fortbewegung.
Wechselzone
Spezieller Wechselraum der Wettkampfanlagen für Staffelwettbewerbe in Skilanglauf, Biathlon, nordische Kombination.
Wechselzug
Alternierende Armbewegungen im Kraul- und Rückenkraulschwimmen.
Weckamin
Weckmittel mit anregender Wirkung.
Weg
Begriff aus der Kinematik, der die Ortsverlagerung eines Körpers im Raum kennzeichnet.
Wegabschneiden
Taktisches Verhalten im Boxen, um den Gegner in für ihn ungünstige Ringpositionen zu bringen.
Wegmessung
Bestimmung des Abstandes zwischen zwei Raumpunkten längs eines bestimmten Weges.
Weitennoten
Skispringen: Umrechnung der gesprungenen Weite in einen Punktwert.
Weitsprung
Leichtathletische Sprungdisziplin für Männer und Frauen, bei der aus einem Anlauf (etwa 40 m) heraus von einem Absprungbalken einbeinig abgesprungen wird mit dem Ziel, eine möglichst große Weite zu erreichen.
Weitsprungmessung
Ermittlung des Sprungergebnisses im Weitsprung durch Meßmittel (Bandmaß oder optische Weitenmessung).
Welt-Anti-Doping-Agentur
Aufgabe der auf Initiative des International Olympic Committee (IOC) in Lausanne gegründeten Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ist es, weltweit auf eine einheitliche Dopingbekämpfung hinzuwirken. Die WADA verfügt neben einem Stiftungsrat über einen Exekutivausschuss sowie über fünf Expertenausschüsse, die sich mit den einzelnen Aspekten der Dopingbekämpfung befassen. Der Stiftungsrat der WADA ist paritätisch besetzt, d. h. sport- und zwischenstaatliche Einrichtungen sind gleichermaßen […]
Weltmeisterschaft
Wettkampf um den Titel des Besten unseres Erdballs in vielen Sportarten.
Weltrekord
Sportliche Höchstleistung im Weltmaßstab in Sportarten und -disziplinen mit meßbaren Leistungen, die durch die entsprechende Föderation anerkannt ist.
Weltstandsanalyse
Ziel der Weltstandsanalyse ist die Objektivierung von Entwicklungstendenzen einer Sportart oder Sportartengruppe im internationalen Wettkampfsport. Dabei werden allgemeine Entwicklungstendenzen, Tendenzen der Leistungsentwicklung und nationale Entwicklungstendenzen unterschieden, die die Wissenschaftler mittels Beobachtung und Analysen olympischer Wettkämpfe, Welt- und Kontinentalmeisterschaften, Dokumentenanalysen und Literaturrecherchen erheben.
Wende
1. Sportschwimmen: Umkehr der Schwimmrichtung an der Beckenwand.
2. Segelsport: Ein mit Kursänderung verbundenes Segelmanöver, bei dem das Boot mit dem Bug durch den Wind geht.